Montag, 25. Februar 2008

erster Arbeitstag

Nachdem ich bei dem letzten Post soviel Schwierigkeiten hatte gibt es diesmal keine Bilder.

Mein Tag begann mit einer ca. halbstündigen Fahrradfahrt welche von einer ständig wechselten Drohkulisse geprägt war. Entweder das Fahrrad zerlegt mich oder umgekehrt. Überraschenderweise kam ich pünktlich um 08:00 in der Arbeit an und durfte zunächst 1,5 Stunden auf meinen Betreuer Bart warten.

Dieser klärte zunächst ein paar organisatorische Dinge mit mir, erzählte von der Unternehmensstruktur erklärte mir ein paar anatomische Dinge und wie die Implantate funktionieren. Anschließend zeigte er mir das Gebäude und stellte mir den ein oder anderen Kollegen der 80-köpfigen Mannschaft vor. Bisher sind noch alle nett zu mir.
Dann ging es auch schon in die Mittagspause. Da das Unternehmen in Mechelen über keine eigene Kantine verfügt sind wir in einen Sandwich-Laden um die Ecke. Die Auswahl war beeindruckend und mangels Flämisch-Kenntnisse auch völlig unverständlich. Ich entschied mich einfach für das Sandwich namens "One Night in Bangkok". :) Hat mich zwar nicht gerade an den Moloch erinnert war aber trotzdem gut und auch billiger. Zurück im Office gab's dann noch einen Teller der Tagessuppe (anscheinend gibt es jeden Tag eine Suppe Mittags umsonst) und ein wenig Obst (auch umsonst).
Den Nachmittag habe ich dann damit verbracht mich in Literatur einzulesen und mich (umsonst natürlich) durch alle Kombinationen aus Milch, Tee, heiße Schokolade und Zucker zu kämpfen um mich wach zu halten.

Direkt nach der Arbeit bin ich dann in das Gebäude gegenüber da ich dort zurecht ein Fitnessstudio vermutete. Ich hätte eigentlich gar nicht bis zur Rezeption gehen müssen um zu wissen dass ich hier falsch bin aber irgendwie war ich gut drauf und ließ mich zulabern: "We have everything here and you can visit all the courses" Wäre ja ganz schön und nett wenn ich dafür nicht 150€ Anmeldegebühr und pro Monat weitere 67€ hinlegen müsste. Als ich es dann wagte höflich nach einem Discount wegen "student" oder "working just in the next building for a thesis" zu fragen, bekam ich nur zur Antwort dass ich ja noch nebenbei bei einem Pizzaservice anheuern könnte um die Kohle zu berappen. "Nice try ..." hatte ich mir gedacht. Wenigstens hat der Gehirnathlet noch den Namen von zwei weiteren Fitnesscentern rausgerückt: "Gym 2000" und "bodyhealth center" Bei beiden angeblich ca. 25€ pro Monat. Wenn das nichts wird und die Diplomarbeit auch nicht klappen will mache ich halt das erste MC Fit in Belgien auf. Anscheinend herrscht hier Bedarf.

Zurück zu Hause habe ich noch meinen französischen Mitbewohner Julien kennengelernt. Er ist echt supernett und auch völlig unkompliziert.

3 Kommentare:

Wolfgang hat gesagt…

Hi!

Anderthalb Stunden später als du, na das lässt mal hoffen dass der Boss ne coole Sau ist...
Wegen Fit... ich hab mir fest vorgenommen auch ohne deine Unterstützung durchzuhalten. Morgen vormittag geht's weiter.
Sauf net zvui (Ich glaub die Buchstabenkombi gibt's bloß bei uns!) Kaffee!

Wir planen übrigens schon den ersten Besuch, inklusive Besichtigung von Amsterdam oder Brüssel.

bis demnächst!
Wolfgang

Wolfgang hat gesagt…

Ach, fast hätt ich's vergessen: Deine Kamera ist leider immer noch nicht da, ich sag dir Bescheid wenn sie ankommt.

Und: In Belgien tut sich grad einiges. Sogar so viel, dass die altehrwürdige Tagesschau davon Notiz nimmt: http://www.tagesschau.de/ausland/belgien60.html


Sersn
Wolfgang

Gerald hat gesagt…

Dem aufmerksamen Leser (Betonung liegt auf aufmerksamen) wird sicherlich aufgefallen sein, dass in meiner Auflistung der Gratisgetränke Kaffee ausdrücklich nicht erwähnt wurde. ;)

Mein Betreuer ist schon ziemlich lässig drauf und haut auch schonmal den ein oder anderen joke raus. Kann mich da also nicht beklagen.