Samstag, 5. Juli 2008

Onafhankelijkheidsfront Mechelen und ein fast perfektes Wochenende

Meine Deutschlandflagge (siehe Eintrag vom 14. Juni) sorgte überraschenderweise noch für einen absoluten Brüller. Nur wenige Tage nachdem auf der gegenüberliegenden Straßenseite die Belgische Flagge wehte flatterte ein Brief ins Haus. (siehe Bild)

Ich werde folgend versuchen eine ungefähre Übersetzung mit meinen begrenzten Flämischkenntnissen zu geben:

Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr, Mit viel Vergnügen haben wir bemerkt das Sie die Belgische dreifarbige Falgge an Ihren Haus wehen haben. In diesen schwierigen Zeiten ist dies sicher kein unnötiger Luxus. Jede Unterstützung, auch symbolisch, ist willkommen um unser Vaterland zu unterstützen. Als Vorsitzender der regionalen Abteilung der Unabhängigkeitsfront, anerkannte Wiederstandbewegung, spreche ich im Namen meiner selbst und all der Kameraden die für ein freies und unabhängiges Belgien gegen den Faschismus gekämpft haben Ihnen meinen innigsten Dank aus. Mit vaterländischen Grüßen XYZ Kapitän des bewaffneten Wiederstandes - Belgisches Lager der Partizanen, Leutnant des Geheimdienstes Bayard, Vorsitzender der Unabhängigkeitsfront Mechelen

Da hat wohl jemand bei der Flaggenkunde nicht ganz aufgepasst. :-) Die Belgische Flagge besteht aus vertikalen Streifen in der Reihenfolge (links nach rechts) schwarz, gelb, rot während die Deutsche Flagge horizontale Streifen aufweist in der Anordnung (oben nach unten) schwarz, rot, gelb. Ein kleiner aber feiner Unterschied. Bei der Unabhängigkeitsfront handelt es sich übrigens um eine kummunistische Wiederstandgruppe welche während des zweiten Weltkrieges in Belgien aktiv war. Eine weitere Google-Recherche ergab dass mein seltsamer Nachbar schon 80 jahre alt ist.

Vergangenes Wochenende war es dann endlich soweit: das 3-tägige Graspop Metal Meeting 2008 (headliners: Judas Priest, KISS, Iron Maiden) stand vor der Tür. Ich hatte zwar bereits mein Ticket allerdings keine geeignete Ausrüstung. Einen Tag vor Abfahrt bin ich also nach Antwerpen um mir im Sport-Mega-Store Decathlon alles notwendge zu besorgen. Ich brauchte ungefähr eine halbe Stunde um für 100€ mir ein Zelt, Klappstuhl, Luftmatratze, Schlafsack, hochwertige Taschenlampe und eine Aluminiumschüssel zu besorgen. Absolutes Highlight ist dabei das Zelt welches sich in nur 2 Sekunden selbstaufbaut und indem sogar 2 Personen Platz haben.
Da es unmöglich das Festival an sich in Wort zu fassen lass ich einfach die Bilder und Videos für sich sprechen. Wenn es irgendwie möglich ist werde ich nächstes Jahr wieder dort sein.
Einziger Wermutstropfen an diesem Wochenende war die Finalniederlage der Deutschen Nationalmannschaft gegen Spanien am Sonntag. Es war zwar für mich möglich das Spiel mit der Deutschen Kolonie auf dem Festival zu sehen aber umso bitterer dass ich dafür eine gute halbe Stunde Iron Maiden opfern musste. Mann kann eben nich alles haben.













































Jetzt muss ich aber endlich Geschenke auspacken und der neuen französischen Studentin welche für die nächsten 6 Wochen im Zimmer gegenüber wohnen wird hallo sagen.

Auch eine schöne Flagge !

Sonntag, 15. Juni 2008

Amsterdam, Flaggen und Blut im Büro

Fast einen Monat ist seit dem letzten Eintrag vergangen. Zeit genug also für ein paar erwähnenswerte Ereignisse.

An erster Stelle sei hierbei der Besuch meines Kumpels Nikolaus erwähnt. An dem Wochenende 30. 05. - 01. 06. Besuchte ich mit ihm zunächst die Pflichtstation Brüssel. Die Perspektive für das folgende Bild wurde übrigens völlig absichtlich so gewählt.


Danach ging es Samstag und Sonntags nach Amsterdam welches eine echt beeindruckende Stadt ist. Es gab eine Menge moderner Architektur zu bewundern sowie natürlich die Grachten welche völlig tourigerecht mit einer Bootsfahrt erkundet wurden. An jeder zweiten Straßenecke gab es irgendwelche Streetartists (siehe Video) zu bewundern und auch die kulturelle Bildung blieb in Form des Van Gogh Museums nicht auf der Strecke. Unterm Strich wohl das spektakulärste Wochenende soweit.



Als Gastgeschenk hat mir Nikolaus eine schwarz-rot-goldene Fahne hiergelassen um auch während der EM Flagge zeigen zu können. Diese hängt nun seit dem ersten Spieltag der Nationalmannschaft aus meinem Fenster und wird dort auch solange bleiben wie Deutschland im Turnier bleibt. Ich gehe fest davon aus dass dies der 29. Juni sein wird.
Ich hatte vor ein paar Tagen deswegen schon staunen müssen als ich morgens eine belgische Flagge auf der gegenüberliegenden Straßenseite sichtete. Der Grund dafür war allerdings der 80. Geburtstag der ehemaligen belgischen Königin wie sich im nachhinein herrausstellte.


Zudem konnte ich vergangene Woche in der Arbeit durch einen einmaligen Versuch die hohe Qualität der Büroausstattung nachweisen. Die Tacker ist somit nicht nur in der Lage gewöhnliches Papier zusammenzuklammern sondern auch für schmerzhafte Daumenpiercings zu sorgen. Dummheit gehört nunmal bestraft.

Zuletzt möchte ich noch ankündigen dass ich an dem Wochenende 11.07.-13.07. (vielleicht auch ein zwei Tage länger) in Regensburg sein werde. Wer von euch also mein Visage mal wieder live sehen möchte der kann sich gerne melden.

Sonntag, 18. Mai 2008

Einbrecher, Mano Mundo, Team Event, und der Speeldag

Kaum war ich wieder zurück in Belgien als offensichtlich Einbrecher versuchten sich Zugang zu den Büroräumen meines Arbeitgebers zu verschaffen. Zwar sind sie dieses mal an der Tür gescheitert, die noch immer zerkratz ist, aber ein Kollege meinte dass es in der Nachbarschaft auch schon vorgekommen sei dass diese einfach komplett rausgerissen wurde.
Passend dazu konnte ich auf einer belgischen Newspage von einem spektakulären Raubüberfall lesen, bei dem die Verbrecher einfach mit ihren Autos in den Supermarkt gefahren sind und alles mitgenommen haben. Und in Brüssel kann einem schonmal am helligten Tag die Handtasche vom Beifahrersitz geklaut werden. Nachdem die Fensterscheibe eingeschlagen wurde versteht sich. Nur gut dass ich keine Handtasche habe (und auch kein Auto).

Am Wochenende des 10./11. Mais war ich mit meiner "Gastfamilie" auf dem vollständig kostenlosem world music festival Mano Mundo. Bei besten Wetter wurde ich von Oma Lydie, Tante Sofie sowie Princess Loes und Captain Mon begleitet (siehe Foto). Das Video (am Ende des Blogs) zeigt leider nur einen kleinen Teil des Festivalgeländes. Zudem konnte ich einen ersten Sonnenbrand verhindern. Yeah!

Vergangenen Freitag ging es dann mit den engsten Kollegen nach Breda (Niderlande) ins Kasino zum sogenannten Team Event. Geplant war eine Einführung in Poker und eine anschließende gruppeninterne Partie. Obwohl die Organisation etwas chaotisch war und ich Kasinos eigentlich auch nicht besonders ausstehen kann (mein Betreuer übrigens auch nicht) war es doch ein ganz netter Abend. Im Vorfeld wurde ich eindringlich vor der niederländischen Küche gewarnt und konnte somit den Brechreiz dann im entscheidenden Moment doch unterdrücken. Unterm Strich habe ich zwar einen Verlust von 5€ gemacht aber dafür gelang es mir immerhin ein Foto von der gesamten Mannschaft zu machen, welches ich euch auch nicht vorenthalten möchte.

Heute wurde in Mechelen der "Speeldag" veranstaltet bei dem die ganze Innenstadt voller spielwütiger Kinder war. Folglich habe ich es dort auch nicht länger als eine Stunde ausgehalten. Man konnte dabei alle Arten von Spielen beobachten und auch ausprobieren. Ausprobiert hab ich zwar nix dafür gelang es mir immerhin ein Foto mit meinem Idol zu machen.

Ich vergess euch nicht!

Mittwoch, 30. April 2008

Rückkehr in die Heimat

Das wichtigste gleich zu Beginn: Ich werde Morgen Früh um 06:20 einen Zug nach Regensburg nehmen und bis zum Sonntag in der Heimat verweilen. Was ich ganz genau dort machen werde weiß ich noch nicht aber wenn jemand das Bedürfnis hat mein Gesicht mal wieder in Echtzeit zu sehen der kann mich gerne ab Morgen 12:00 unter meiner deutschen Handynummer erreichen. Erster Pflichttermin meines Heimaturlaubs wird auf jeden Fall die Keilberger Maifeier sein.

Von 19.-20. April waren meine Eltern hier zu Besuch. Ich nutzte die Gelegenheit und endlich mal den Turm der Kathedrale in Mechelen zu besteigen. Desweiteren ging es (mal wieder) nach Antwerpen wo zufälligerweise gerade ein Marathon stattfand und nach Ghent welches auch sehr nett ist. Ich lasse einfach die Bilder für sich sprechen welche sich ab jetzt immer am Ende meiner Einträge befinden werden da das Einfügen der Bilder ziemlich mühselig ist. Ein Video ist diesmal auch dabei. Die Bilder vom vorherigen Eintrag hab ich mittlerweile auch nachgereicht.

Nebenbei hab ich noch eine Beschwerde-mail an die Stadt Mechelen geschickt, sie mögen doch die Ampelschaltung an der Kreuzung vor meinem Büro ändern. Ich hatte dort innerhalb von 3 Tagen trotz grünem Licht 2mal einen Beinaheunfall. Bis jetzt gab's aber noch keine Antwort.







































Vielleicht sieht man sich ja dieses Wochenende.

Montag, 7. April 2008

der erste Besuch aus der Heimat

Zunächst möchte ich diese Stelle nutzen um auf die sehr netten blogs von 3 Kollegen zu verweisen welche sich zur Zeit alle in den Staaten aufhalten:

Julia: http://jbeutlhau.blogspot.com/
Alex: http://alex-california.blogspot.com/
Stefan: http://ein-loherer-in-michigan.blogspot.com/

Noch ein kleiner Nachtrag zu den Problemen mit meiner belgischen Bank. Ich habe mittlerweile doch noch einen Bescheid bekommen dass meine Karte zur Abholung bereit liegt/lag, allerdings wurde dieser Brief an meine Deutsche Heimatadresse gesendet genauso wie eine weiter unterschiedliche Pinnummer. Da läuft doch was falsch.

Ich habe meine alte Digicam nun in ihren wohlverdienten Ruhestand geschickt und mir etwas Neues rausgelassen. Mein neue Fotomaschine heißt Canon Ixus 70 passt bequem in jede Hosentasche und ist ab nun dafür verantwortlich in diesem Blog die visuellen Akzente zu setzen.

Für den 19. März wurde ich von unserem Abteilungsleiter (nachdem feststand dass ich nicht regelmäßig spiele) zu einem Pokerabend bei ihm mit ein paar anderen Arbeitskollegen eingeladen. Bei 2 gespielten Runden bin ich dabei jeweils gegen einen Vierling ausgeschieden. Für die dritte Runde hatte ich dann irgendwie keine Lust mehr.

Mittlerweile hat Belgien nach 9 monatigen Koalitionsverhandlungen (Wahlen waren am 10. Juni 2007) endlich eine Regierung. Der arme Teufel der nun Chef einer aus 5 Parteien bestehenden Regierung ist heißt Yves Leterme. Der Grund für diese Problematik liegt darin dass die Parteien die eine Trennung der beiden Teile Belgiens, Wallonien und Flandern, forzieren ziemlich viele Stimmen bekommen haben.

Am Karfreitag hatte ich zwar arbeiten müssen da es hier in Belgien kein Feiertag ist aber dafür hab ich dafür wenigstens einen 30cm-Schoko-Osterhasen von meinem Arbeitgeber bekommen.

Samstag 22. März stand dann mein erster Besuch Brüssels auf den Plan. Leider hat das Wetter nicht wirklich mitgespielt. Auf den ersten beiden Bildern könnt ihr das Stadtmaskotchen (tipp ich mal), ein altes Feuerwehrauto welches bei einer Oldtimer-Ralley teilgenommen hatte erkennen. Auf Nummer 3 sind die freaks der couch-surfer-community zu sehen welche an diesem Tag "Free Hugs" verteilt haben und welche für den 19. April ein "Freezing" planen. Und auf dem letzten Bild ist der ,leider verwackelte, Beweiß zu finden dass es auch in Belgien beschissene Studentenjobs gibt.























Am Morgen des 25. März wurde ich dann mit folgendem Anblick überrascht.
Schön aber leider gibt es hier keinen einzigen Berg der sich zum Schlittenfahren eignen würde habe ich mir gedacht.

Donnerstag 27. März fand dann auch die erste Teamfähigkeitsübung in Form eines Besuchs bei einem Japanischen Restaurant in Antwerpen statt. Es waren zwar leider nur 5 von 9 Leuten aus meiner Abteilung anwesend aber es war dennoch sehr entspannend mal über andere Dinge mit den Kollegen zu reden. Ich war übrigens zuvor noch nie Japanisch essen und weiß jetzt auch warum.

Am darauffolgenden Wochende + Montag (welchen ich mir frei nahm) durfte ich auch den ersten Besuch aus der Heimat in Form von Dominik, Sabine und Wolfgang empfangen. Gemeinsam gings nach Brügge (Tourismusmagnet Nummer1 in Belgien), Antwerpen (u. a. Diamantenmuseum) und Brüssel (u. a. Filmfestival, Atomium).










































































Nach einem arbeitsbedingten Besuch der Universitätsbibliothek von Leuven unter der Woche bin ich letzten Samstag (05. April) nochmals auf das Filmfestival in Brüssel gefahren um mir die short film competition anzusehen. Dabei ist mir ein Imperialer Eiskrieger von Hoth über den Weg gelaufen der Flyer für eine Star Wars Austellung verteilte. Schau ich mir vielleicht demnächst an.





Die Winterspiele sind eh viel besser !

Sonntag, 16. März 2008

Zonhoven, Antwerpen, Sydney, Melbourne und Leuven

Tut mir leid wegen der langen Pause aber es ist viel passiert... (Bilder sind nun auch endlich da)


Das Wichtigste gleich zu Beginn: Ich habe endlich mein Fitnessstudio für das nächste halbe Jahr gefunden. Am 07. März hatte ich bereits mein erstes Training im Gym 2000, welches eine beispielhafte Eisenkammer der alten Schule ist. Man konnte dort das Testosteron in der Luft förmlich riechen und wusste sofort dass es wohl Jahre zurückliegt als letzte weibliche Wesen diese Halle von Innen gesehen hatte. Besonders beeindruckend war dabei dir Pokalsammlung aus diversen Bodybuilding-Wettbewerben zusammengetragen die eine Wand zierte.
Der Gewinner heißt allerdings Body Health Center. Es ist etwas günstiger und zudem besser ausgestattet als das Gym 2000. Dass nebenan ein Ballettproberaum ist hat meine Entscheidung natürlich in keinster Weise beeinflusst.

Im Büro haben sie mir zunächst mein schickes IBM T61 Notebook wieder abgenommen und durch einen gewöhnlichen Desktoprechner ersetzt. Immerhin verfüge ich nun damit über einen Email-account. Man kann eben nicht immer alles haben.

Am Freitag den 07. März durfte ich mit meinem Betreuer nach Zonhoven zu einem Geschäftspartner mit fahren. War sehr interessant und auch mal eine wilkommene Abwechslung.

Am darauffolgenden Samstag habe ich dann meine Vermieterin und deren Tochter nach Antwerpen begleitet. Diese hatten dort eine Übungssession ihrer brasilianischen Percussion Truppe. Die mich kennen wissen dass ich für gewöhnlich andere Musik bevorzuge aber ich fand es in diesem Fall trotzdem gut da es so laut war dass es Dauer für meinen derzeitigen Arbeitgeber neue Kundschaft bedeutet.
Ich blieb dort allerdings nicht lange da mir noch Antwerpen anschauen wollte. Zunächst schaute ich mir den stilvollen Bahnhof von Innen an (Foto) der Außen immer noch saniert wird. Danach machte ich mich auf der shopping-meile Meir Richtung Zentrum. Auch ohne weiblicher Begleitung brauchte ich für diese Strecke deutlich länger als erwartet. Somit konnte ich die beeindruckende Kathedrale, das Stadthuis und das Nationaal Sheepvaartmuseum leider nur von außen bewundern. (Fotos)
Zurück im Kulturzentrum gab es nach der Trommelsession eine Party mit afrikanischer und südamerikanischer Livedarbietung. Das hätte ich ja alles dank dem hervorragenden Belgischen Bier vertragen aber als es dann noch traditioneller Tanz dazu kam musste ich einfach den Saal kurzfristig verlassen. Dennoch war mein Ausflug in die Stadt der Diamanten eine lohnende Sache und ich werde wohl wieder kommen.

Ich war dann auch gezwungen zum ersten mal einen Waschsaloon zu benutzen. Verlief allerdings völlig problemlos und unspektakulär.

Am Montag 10. März war ich dann auch das erste mal in Sydney und mein 2. Betreuer hat mir dort erklärt was ich so die nächsten 2 Monate zu tun habe. Am Dienstag war dann auch bereits das erste Gespräch in Melbourne (ein weiterer meeting room) mit Partnern aus der Schweiz mit welchen ich wohl noch öfters zu tun haben werde.

Am selben Tag ging es noch ein weiteres mal mit Julien nach Antwerpen zu einer Percussionübung. Julien ist halbprofessioneller Fotograph und machte mit seiner Kamera ein paar Bilder. Auf dem ersten Foto ganz links könnt ihr meine Vermieterin sehen.

Außerdem ist es mir diese Woche nun endlich gelungen mein Bankkonto zu aktivieren. Zunächst hatten die netten Leute von Fortis es versäumt mich darauf hinzuweisen dass meine Bankkarte bei ihnen zum abholen bereit liegt. Dann waren sie unfähig mich darauf hinzuweisen dass ich meine PIN erst in einen Geldautomaten eingeben muss um online auf mein Konto zugreifen zu können. Ich war natürlich äußerst positiv überrascht als ich nach dem 3. Versuch erfuhr dass mein Konto nun gesperrt ist. Aber man mag kaum glauben was ein wenig rummotzen bei einer verbal überforderten Bankangestellten manchmal alles bewirken kann. :)

Der Start ins Wochenende war ziemlich relaxed da es ab 16:00 zunächst 2 Vorträge zu belauschen gab und anschließend eine Kollegin ihren Abschied feierte. Ich hatte die nette Dame zwar noch nie zuvor gesehen aber dass hinderte niemanden daran mir einzwei Freibier anzubieten.

Freitagabend besuchte ich dann ausnahmsweise mal ein Jazzkonzert, da der Sohn meiner Vermieterin am Schlagzeug agierte. Ich erntete allerdings einige böse Blicke als ich zu spät in einer Adidasjacke und kopfhörerbehangen den Saal betrat. Ich versuchte mir einfach einzureden dass mich die meisten Leute hier wohl eh nie wieder sehen. Die Musik war auf jeden Fall besser als afrikanisch traditionelles Tanzen.

Samstag habe ich dann als nächste Stadt Leuven besucht welches die älteste Universität Belgiens beherbergt. Man kann anhand der vielen Fahrräder auch leicht erkennen dass circa 30 000 Studenten in Leuven leben, was bei einer Einwohnerzahl von 90 000 nicht gerade wenig ist. Am beeindruckendsten an Leuven war wohl das Stadthuis (Foto) und der große Beginenhof welcher vielen Studenten als Wohnort dient und Samstags sehr ruhig und beschaulich wirkte.

Wer von euch noch immer nach einer passenden Gelegenheit sucht um mich zu besuchen für den habe ich 2 Vorschläge:
Von 27. 03. bis 08. 04. steigt in Brüssel das "Brüssel International Festival of Fantastic Films". Ich werde auf jeden fall dort sein und würde mich freuen wenn ich nicht völlig alleine zwischen den ganzen Freaks sitzen muss. Informationen findet ihr unter www.bifff.org . Titel wie "Jack Brooks Monster Slayer", "American Zombie" und "Wizard of Gore" lassen auf einiges hoffen.
Wem das jetzt zu kurzfristig bzw. zu langweilig ist der kann mich auch gerne Ende Juni besuchen wenn von 27. 06. bis 29. 06. keine Stunde von Mechelen entfernt das Graspop Metal Meeting stattfindet. Wer also Lust hat sich ein komplettes Wochenende mit lauter kaputten Leuten kranke Musik von hässlichen Bands reinzuziehen der ist herzlich eingeladen mit mir in den Krieg zu ziehen. Infos zu dem Trommelfell-Terror mit hochkarätiger Besetzung (u.a. Rotting Christ, Dying Fetus und Deathstars) gibt's unter www.graspop.be .

Jetzt erst recht ihr Kommunistenschweine !