Sonntag, 16. März 2008

Zonhoven, Antwerpen, Sydney, Melbourne und Leuven

Tut mir leid wegen der langen Pause aber es ist viel passiert... (Bilder sind nun auch endlich da)


Das Wichtigste gleich zu Beginn: Ich habe endlich mein Fitnessstudio für das nächste halbe Jahr gefunden. Am 07. März hatte ich bereits mein erstes Training im Gym 2000, welches eine beispielhafte Eisenkammer der alten Schule ist. Man konnte dort das Testosteron in der Luft förmlich riechen und wusste sofort dass es wohl Jahre zurückliegt als letzte weibliche Wesen diese Halle von Innen gesehen hatte. Besonders beeindruckend war dabei dir Pokalsammlung aus diversen Bodybuilding-Wettbewerben zusammengetragen die eine Wand zierte.
Der Gewinner heißt allerdings Body Health Center. Es ist etwas günstiger und zudem besser ausgestattet als das Gym 2000. Dass nebenan ein Ballettproberaum ist hat meine Entscheidung natürlich in keinster Weise beeinflusst.

Im Büro haben sie mir zunächst mein schickes IBM T61 Notebook wieder abgenommen und durch einen gewöhnlichen Desktoprechner ersetzt. Immerhin verfüge ich nun damit über einen Email-account. Man kann eben nicht immer alles haben.

Am Freitag den 07. März durfte ich mit meinem Betreuer nach Zonhoven zu einem Geschäftspartner mit fahren. War sehr interessant und auch mal eine wilkommene Abwechslung.

Am darauffolgenden Samstag habe ich dann meine Vermieterin und deren Tochter nach Antwerpen begleitet. Diese hatten dort eine Übungssession ihrer brasilianischen Percussion Truppe. Die mich kennen wissen dass ich für gewöhnlich andere Musik bevorzuge aber ich fand es in diesem Fall trotzdem gut da es so laut war dass es Dauer für meinen derzeitigen Arbeitgeber neue Kundschaft bedeutet.
Ich blieb dort allerdings nicht lange da mir noch Antwerpen anschauen wollte. Zunächst schaute ich mir den stilvollen Bahnhof von Innen an (Foto) der Außen immer noch saniert wird. Danach machte ich mich auf der shopping-meile Meir Richtung Zentrum. Auch ohne weiblicher Begleitung brauchte ich für diese Strecke deutlich länger als erwartet. Somit konnte ich die beeindruckende Kathedrale, das Stadthuis und das Nationaal Sheepvaartmuseum leider nur von außen bewundern. (Fotos)
Zurück im Kulturzentrum gab es nach der Trommelsession eine Party mit afrikanischer und südamerikanischer Livedarbietung. Das hätte ich ja alles dank dem hervorragenden Belgischen Bier vertragen aber als es dann noch traditioneller Tanz dazu kam musste ich einfach den Saal kurzfristig verlassen. Dennoch war mein Ausflug in die Stadt der Diamanten eine lohnende Sache und ich werde wohl wieder kommen.

Ich war dann auch gezwungen zum ersten mal einen Waschsaloon zu benutzen. Verlief allerdings völlig problemlos und unspektakulär.

Am Montag 10. März war ich dann auch das erste mal in Sydney und mein 2. Betreuer hat mir dort erklärt was ich so die nächsten 2 Monate zu tun habe. Am Dienstag war dann auch bereits das erste Gespräch in Melbourne (ein weiterer meeting room) mit Partnern aus der Schweiz mit welchen ich wohl noch öfters zu tun haben werde.

Am selben Tag ging es noch ein weiteres mal mit Julien nach Antwerpen zu einer Percussionübung. Julien ist halbprofessioneller Fotograph und machte mit seiner Kamera ein paar Bilder. Auf dem ersten Foto ganz links könnt ihr meine Vermieterin sehen.

Außerdem ist es mir diese Woche nun endlich gelungen mein Bankkonto zu aktivieren. Zunächst hatten die netten Leute von Fortis es versäumt mich darauf hinzuweisen dass meine Bankkarte bei ihnen zum abholen bereit liegt. Dann waren sie unfähig mich darauf hinzuweisen dass ich meine PIN erst in einen Geldautomaten eingeben muss um online auf mein Konto zugreifen zu können. Ich war natürlich äußerst positiv überrascht als ich nach dem 3. Versuch erfuhr dass mein Konto nun gesperrt ist. Aber man mag kaum glauben was ein wenig rummotzen bei einer verbal überforderten Bankangestellten manchmal alles bewirken kann. :)

Der Start ins Wochenende war ziemlich relaxed da es ab 16:00 zunächst 2 Vorträge zu belauschen gab und anschließend eine Kollegin ihren Abschied feierte. Ich hatte die nette Dame zwar noch nie zuvor gesehen aber dass hinderte niemanden daran mir einzwei Freibier anzubieten.

Freitagabend besuchte ich dann ausnahmsweise mal ein Jazzkonzert, da der Sohn meiner Vermieterin am Schlagzeug agierte. Ich erntete allerdings einige böse Blicke als ich zu spät in einer Adidasjacke und kopfhörerbehangen den Saal betrat. Ich versuchte mir einfach einzureden dass mich die meisten Leute hier wohl eh nie wieder sehen. Die Musik war auf jeden Fall besser als afrikanisch traditionelles Tanzen.

Samstag habe ich dann als nächste Stadt Leuven besucht welches die älteste Universität Belgiens beherbergt. Man kann anhand der vielen Fahrräder auch leicht erkennen dass circa 30 000 Studenten in Leuven leben, was bei einer Einwohnerzahl von 90 000 nicht gerade wenig ist. Am beeindruckendsten an Leuven war wohl das Stadthuis (Foto) und der große Beginenhof welcher vielen Studenten als Wohnort dient und Samstags sehr ruhig und beschaulich wirkte.

Wer von euch noch immer nach einer passenden Gelegenheit sucht um mich zu besuchen für den habe ich 2 Vorschläge:
Von 27. 03. bis 08. 04. steigt in Brüssel das "Brüssel International Festival of Fantastic Films". Ich werde auf jeden fall dort sein und würde mich freuen wenn ich nicht völlig alleine zwischen den ganzen Freaks sitzen muss. Informationen findet ihr unter www.bifff.org . Titel wie "Jack Brooks Monster Slayer", "American Zombie" und "Wizard of Gore" lassen auf einiges hoffen.
Wem das jetzt zu kurzfristig bzw. zu langweilig ist der kann mich auch gerne Ende Juni besuchen wenn von 27. 06. bis 29. 06. keine Stunde von Mechelen entfernt das Graspop Metal Meeting stattfindet. Wer also Lust hat sich ein komplettes Wochenende mit lauter kaputten Leuten kranke Musik von hässlichen Bands reinzuziehen der ist herzlich eingeladen mit mir in den Krieg zu ziehen. Infos zu dem Trommelfell-Terror mit hochkarätiger Besetzung (u.a. Rotting Christ, Dying Fetus und Deathstars) gibt's unter www.graspop.be .

Jetzt erst recht ihr Kommunistenschweine !

4 Kommentare:

Unknown hat gesagt…

Hab ich mich verlesen oder gibt's ausserhalb Australiens noch ein anderes Sydney ???
Und Obacht mit deinen Statements... es sei denn, du kannst sicher ausschließen vor Ende des kommunistischen Regimes mal China zu besuchen ;-)

Anonym hat gesagt…

Hör besser Jazz, dann brauchts auch keine "politischen statements" und du darfst auch ruhig später u. mit Stopsel im Ohr kommen. Deinen Betreuer im Outback musst Du so neugierig machen, dass er Dich glatt mal einlädt! Servus

Gerald hat gesagt…

Wie die Sache mit Sydney zu verstehen ist kann man glaub ich als aufmerksamer Leser aus dem Kontext (in diesem Fall der direkt darauf folgende Satz) erahnen.
Dass Jazz nun politisch ist mir allerdings auch neu. Und ja ich bin mir der Ironie bewusst meine Statements zur Lage in Tibet auf einer Seite zu äußern die mir von Google zur Verfügung gestellt wird.

Stefan Schmid hat gesagt…

Derre Gerald

Sieht so aus als hättest du die Sache voll im Griff. Bin gespannt auf die Bilder ...